Diplomat im besonderen Einsatz
Als Offizier im besonderen Einsatz des MfS im Außenministerium der DDR.
Bis zum bitteren Ende
35 Jahre im Dienste des MfS – Der Leiter der Erfurter Bezirksverwaltung des MfS berichtet über sein Leben.
Jahre im Frieden
Ein Generalleutnant berichtet über seine Tätigkeit in den bewaffneten Organen der DDR.
Davor, dabei, danach
Ein ehemaliger Kommandeur der Grenztruppen der DDR berichtet.
Treibeis am Jenissei
Ungewöhnliche Geschichten aus Deutschland, Russland und sibirischen Lagern
Walter Ruge
978-3-89819-214-9
Art.Nr. 4214
"Wenn einer eine Reise tut ... dann kann er was erzählen"; wenn es an die
hundert Reisen sind, nimmt das Erzählen kein Ende. Bei diesen ungewöhnlichen Texten des Walter Ruge, fern von Didaktik, von Happy end, von Ehrentribünen und Krokodilstränen, verliert man das Gefühl des Abstands. Es ist, als ob der Autor vor einem sitzt, etwas versonnen, ohne eine Spür von Ermüdung. Er muss keine Geschichten erfinden - er hat sie gelebt. Er hat im Stromgebiet
des Ob, auf der Wolga, der Moskwa und auf der Havel gepaddelt, ist mit seiner Diamant-Rennmaschine auf den Straßen von Warschau, Bukarest,
Sofia, Moskau, Wien, Budapest und Prag geradelt; für seine Schwimmtouren
war ihm kein Wasser zu kalt oder zu salzig, keine Ostsee, keine Nordsee,
kein Mittelmeer, kein Schwarzes Meer, kein Atlantik zu stürmisch. Er kennt die
"Boeings" und die "Tupolews", die Schnell- und die Bummelzüge, die Schlafwagen- und die Trittbrettfahrten - auch die Viehwagen mit dem freundlichen
Hinweis "Feinde des Volkes".
Alles das war sein Alltag, ja, sein Abenteuer.
In Europa hat er nur Zypern, Malta, Andorra, Irland und Island nicht bereist;
von fünf Kontinenten blieb ihm der fünfte - vorerst - versagt.
In Asien folgte er ostwärts den Spuren des großen Norwegers Fridtjof Nansen
bis hin zum Vater der Flüsse, dem Jenissei - als Strafgefangener.
Der kleine Walter erblickte im Kriegsjahr 1915 in Berlin-Charlottenburg das Licht der Welt. In mehr als neunzig Jahren übte er - durchaus erfolgreich -
zehn ganz unterschiedliche Berufe aus. War Arzthelfer hinterm Stacheldraht
und sowjetischer Offizier vor der Filmkamera, durchleuchtete als Röntgeningenieur kranke Menschen und beleuchtet als Autor für uns Gesunde. Ihn faszinieren Menschen und Kommunikation. Er fuhr 1935 unter Tage Subbotnik-Loren beim Bau der Moskauer Metro und goss 1942, unter Bewachung,
Fundamente beim Aufbau der Flugzeugindustrie in Omsk. Walter Ruge hat geliebt, gelitten, gestritten. Sein Leben war, wie man lesen wird, kein Nischendasein. Diese Seiten sind Zeugnisse und Kostproben eines reichen Lebens aus einem barbarischen Jahrhundert.
Claus Dobberke
Wider das Vergessen
Ein Buch – „Treibeis am Jenissei“ – war nicht ganz erfolglos, das hätte eigentlich genügt.
Doch dann kamen diese ganz außergewöhnlichen Reisen an den nördlichen Polarkreis an den Jenissei, nach Igarka – mit den Filmstudenten aus Ludwigsburg – und eine sehr vielseitige Reise an das ‚heilige Meer‘, den Baikal; das wollte festgehalten sein, und sei es in einer streng limitierten Auflage als ‚Samisdat‘ – im ZeitDRUCK halfen wieder einmal gute Freunde, Gerlind und Horst Jäkel; ihnen gebührt mein Dank.
In völliger Verzweiflung über die Entwicklung der Jahre 1989 bis 1990 war es nicht leicht – außer meiner Irina – Gesprächspartner zu finden. So wandte
ich mich ans Papier; in einem allzu ausführlichen Brief „An meinen Enkel“, den es damals noch gar nicht gab. Über radikale Kürzungen ist daraus ein Buch entstanden. Gleichzeitig habe ich mich entschlossen, die unvergleichlichen Briefe von Irina aus einem Lager am Jenissei an ihre Mutter – ebenfalls im Lager – publik zu machen. Hier erfährt man mehr als in hundert "Forschungsprojekten" was Lagerleben eigentlich war und mehr darüber, wer war Irina Andrejewna Alferova/Ruge. Meine Briefe ab 1953 vom Polarkreis an meine Mutter Charlotte in Potsdam-Babelsberg sind in diese Kollektion ebenfalls eingegangen. An – wie man früher sagte „erbaulichen“ – bis dahin nicht veröffentlichten Episoden mangelt es ebenfalls nicht.
Geraume Zeit – man kann schon sagen ‚besorgt‘ – beschäftigen mich die
politischen Purzelbäume (in Wirklichkeit unverzeihliche Schnitzer), immer wieder derselben Führungskräfte und ‚Vordenker‘ in den Chefetagen der PDS/DIE LINKE. Da bleibt unsereinem nur diese Krümel – mit roter Serviette – vom Mund abzuwischen. Herkömmliche Linientreue – zumal es ja gar keine ‚Linie‘ mehr gibt – wäre kontraproduktiv. So bin ich hier kurz auf diese Misere eingegangen.
Nicht erlahmende Lesefreuden wünscht euer Walter
Ein Leben in Uniform
Der Autor schildert aus eigenem Erleben die Beeinflussung der Jugend durch die NSDAP und ihrer Organisationen. Er erkennt bald, daß Propaganda und Realität nicht übereinstimmen. Als junger Matrose macht er die Erfahrung, daß Krieg und Heldentum etwas anderes sind als ihm gelehrt wurde. Nach kurzer Gefangenschaft will er sich für Frieden und Sicherheit einsetzen. er muß erkennen, daß ihn dabei die Vergangenheit einholt. 1953 entschließt er sich, Mitglied der Kampfgruppen der Arbeiterklasse der DDR zu werden, um seinen Idealen für Frieden und Sicherheit treu zu bleiben. Doch auch hier muß er begreifen, daß Wahrheit und Täuschung dicht beieinander liegen.
Von normal bis verrückt
Rückschau einer DDR-Lehrerin mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Nach der Wende
Der Autor schildert Schicksale von Freunden und Bekannten, aber auch von ehemaligen Funktionären und Diplomaten, wie er selbst einer war, nach der Wende. Verschiedenartig wie ihre Charaktere versuchen die Menschen in diesen Kurzgeschichten mit dem neuen Leben und dem Umstand, daß ihr bisheriges Leben, ihre Arbeit und ihr Beruf in Frage gestellt werden, fertig zu werden.
Ich erinnere mich noch gut ...
Der Autor Julius "Jule" Feicht wäre auch zu bewundern, wenn er dieses spektakuläres Buch nie geschrieben hätte. Zum Beispiel als Schwimmer: Er feierte ein gutes halbes Jahrhundert nach seinem Triumpf bei den Berliner Meisterschaften 1947 als 80-Jähriger drei Siege bei den Senioren-Europameisterschaften 2001 auf Mallorca – zwei davon sogar in Meisterschaftsrekordzeit in seiner Altersklasse.
Oder als Trainer: Seine Initiativen und Ideen trugen entscheidend dazu bei, dass die DDR zu den führenden Schwimmländern der Welt aufstieg und nach ihrem Untergang ein Kapitel Weltschwimmgeschichte hinterließ. Oder als Funktionär: Da bewies er ebensoviel Durchsetzungs- wie Einfühlungsvermögen. Und dann vor allem als Mensch: Er demonstrierte ebenso überzeugend Konsequenz – nahm dafür zuweilen auch Ärger in Kauf – wie Einfühlungsvermögen. Um keinen Preis zu übersehen: Der Familienvater Feicht, der sich den Ruf erwarb, ebenso umsichtig wie liebevoll zu sein. Solch Urteil könnte den Verdacht aufkommen lassen, es handelt sich bei diesen Zeilen um einen in Auftrag gegebenen Werbetext. Nichts Negatives an diesem Menschen? Wohl auch, aber das fällt bei den vielen positiven Eigenschaften nicht sonderlich ins Gewicht.
Und nun, auf dem Weg durchs neunte Lebensjahrzent, betätigte er sich auch noch als Autor und Biograf. Das vorliegende Ergebnis dieser Bemühung beweist zumindest, dass er dabei mit der gleichen Beharrlichkeit vorging, wie sonst im "Leben". Am Ende entstand ein umfassendes, nüchternes, aber dennoch Lebensfreude vermittelndes Zeitgemälde. Selbst derjenige, der sein Leben lang wenig Schwimmlust verspürte, könnte plötzlich entdecken, was er versäumt hat und wie viel Lust Schwimmen auslösen kann. Das alles vermittelt Jule Feicht nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit hunderten von Episoden und Geschichten, die er mit dem ihm eigenen Humor dekoriert.
Das Resultat ist eine unterhaltsame Feicht-Enzyklopädie, die man nur empfehlen kann.
Einer nach dem DDR-Anschluss
Autobiografisches wird in den Kontext relevanter politischer Geschehnisse unmittelbar nach dem Anschluß 1990 gesetzt. Aus der Sicht "von unten", gestützt auf Tagebuchaufzeichnungen, sollen dem Leser lebendige Bilder des Nachwendealltags vermittelt werden, wie sie der überhastete Anschluss der DDR zwangsläufig zur Folge hatte. Aus eigenem Erleben schildert er,wie sich Betroffene organisierten, um sich gegen die Delegitimierungsbestrebungen der Regierenden, gegen Ausgrenzung und politische Strafverfolgung zu wehren.
Der Hölle entronnen
Das Bild des Krieges in den Jahren 1944 bis 1946 ist in diesem Buch aus der Sicht eines einfachen, aber scharf beobachtenden Soldaten entworfen.
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