ZUKUNFT FÜR AFGHANISTAN?
Politik und Militär in der Konfliktbewältigung am Hindukusch
Heft 14
Lothar Schröter (Hrsg.)
ISBN 978-3-935530-91-0
144 Seiten
Art.Nr. 1391
Am Heiligen Abend 2009 mahnte Bischöfin Margot Käßmann: „Nichts ist gut in Afghanistan.“ Von den in Deutschland Ton angebenden politischen und militärischen Kreisen war die Kirchenfrau dafür heftig attackiert worden. Doch ein Jahr später hörte der Bündnisgrüne Christian Ströbele von fast all seinen Gesprächspartnern in Afghanistan, dass die Sicherheitslage schlechter geworden sei. Dagegen stehen die Erfolgsmeldungen, die aus der NATO-Zentrale
ebenso erklingen wie aus den Hauptstädten der im Feldzug am Hindukusch beteiligten Staaten, darunter aus dem offiziellen Berlin.
Der zehnte Jahrestag des Kriegsbeginns war für die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg 2011 Anlass genug, bei seinem 13. Militärpolitischen Symposium Bilanz zu ziehen und auf die Perspektiven des afghanischen Dramas zu blicken. Sie verheißen nichts Gutes.
Der Teufel von Eichstätt
In der Diözese Eichstätt sind finstere Gestalten zu Werke. Kommissar Bittl und Kommissar Meier ermitteln als Team gegen ein Syndikat.
Als jedoch eine junge Frau gekreuzigt auf dem Figurenfeld gefunden wird, geht es um mehr als nur ungeklärte Diebstähle.
Zufällig kreuzt der Psychologiestudent Malcolm Barcley mit seiner Hündin Asta deren Wege und wird ungewollt zum Drittermittler.
Völkermord statt Holocaust
Jude und Judenbild im Literaturunterricht der DDR
Matthias Krauß
ISBN 978-3-935530-89-7
224 Seiten
Art.Nr. 1389
War die DDR antisemitisch? Hat ihre Schule vierzig Jahre lang den Holocaust verschwiegen? War tatsächlich allein der kommunistische Widerstand Gegenstand des Schulunterrichts? Oder war nicht doch alles ganz anders und vor allem: viel komplizierter? Matthias Krauß hat sich einem scheinbar erledigten, scheinbar abgetanen Sachverhalt zugewandt. Das geschichtliche Urteil steht – vorläufig jedenfalls – fest: Und kein Zweifel: Judentum als solches wurde in der DDR-Schule praktisch nie auf die Tagesordnung gesetzt. Genauso wenig übrigens wie Christentum als solches oder Islam als solcher. Kein Zweifel auch daran, dass es den Begriff
Holocaust in der DDR-Schule offiziell niemals gegeben hat. Doch wurde deswegen das Thema der rassisch motivierten NS-Verfolgung im Literaturunterricht ausgeblendet? Zu diesem Thema gibt es noch unendlich mehr zu sagen. Verblüfft nimmt man zur Kenntnis, in welch hohem Maße jüdische Schriftsteller den Lehrplan der DDR-Schule bestimmt hatten und in welcher
Ausführlichkeit in den pflichtgemäß behandelten Büchern, Prosatexten, Gedichten und Dramen auf die Judenverfolgung eingegangen worden ist. Ein Fazit des Autors: Wenn Defizite
vorhanden waren – den Werken, die für die Deutschstunde ausgewählt worden waren, können sie jedenfalls nicht angelastet werden. Das Buch wendet sich zum einen an Ostdeutsche, will ihnen eine Wiederbegegnung mit jenen interessanten Themen ermöglichen, denen seinerzeit unter dem Diktat der Schulpflicht und des Einheitslehrplans die Schülerinnen und Schüler nicht entgehen konnten. Und dieses Buch wendet sich zum anderen an westdeutsche Leser, lädt zur Überprüfung von Vorurteilen ein und konfrontiert sie mit einer literarischen Welt, von deren Existenz sie höchstwahrscheinlich bislang nichts geahnt haben.
Die DDR und das Franco-Regime
Außenpolitik zwischen Ideologie und Pragmatismus
Tim Haberstroh
ISBN 978-3-935530-90-3
104 Seiten
Art.Nr. 1390
1973: Die DDR ist der erste sozialistische Staat in Europa, der diplomatische Beziehungen zu Franco-Spanien aufnimmt. Sechs Jahre zuvor war das Zentralkomitee der SED noch der Ansicht, dass aufgrund des „faschistischen Charakters des spanischen Staates“ Abstand von ihm zu halten sei. Stattdessen unterstützte die DDR massiv die spanische Opposition. Welche Motive stehen hinter diesem Wandel? Tim Haberstroh zeichnet in seiner quellenfundierten Studie die Entwicklung der Beziehungen im Kontext des Kalten Krieges nach und untersucht anhand von Originaldokumenten die Entscheidungen der DDR-Führung zwischen 1949 und 1975. So werden Facetten einer bislang in der Forschung vernachlässigten Beziehung deutlich, die die Paradoxie realsozialistischer Außenpolitik offenbart.
Dipl.-Pol. Tim Haberstroh, geb. 1983 in Berlin, studierte an der Universität Potsdam. Seit 2011 stellv. Büroleiter der außenpolitischen Fachzeitschrift WeltTrends.
Der Weg in die deutsche Einheit
Die Sicht der Nachbarn
Detlef Nakath/Dörte Putensen (Hrsg.)
ISBN 978-3-935530-85-9
120 Seiten
Art.Nr. 1385
Am 3. Oktober 1990 – vor nunmehr zwanzig Jahren – trat die DDR entsprechend dem Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland bei. Der in extremem Tempo ausgearbeitete und von Bundestag und Volkskammer ratifizierte Einigungsvertrag trat an diesem Tage in Kraft.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg hat die breit geführte Debatte um den historischen Platz der Jahre 1989/90 in der deutschen Geschichte zum Anlass genommen, um in einer Konferenz am 27. Mai 2010 in Potsdam unterschiedliche Sichtweisen zum Thema „Der Weg in die deutsche Einheit. Die Sicht der Nachbarn“ zu diskutieren.
Der vorliegende Tagungsband enthält Beiträge von Daniela Fuchs-Frotscher (Berlin), Seppo Hentilä (Helsinki), Hannes Hofbauer (Wien), Anton Latzo (Langerwisch), Hans Modrow (Berlin), Detlef Nakath (Potsdam), Krysztof Pilawski (Warschau), Dörte Putensen (Potsdam/Greifswald), Gregor Putensen (Greifswald), Gerd-Rüdiger Stephan (Berlin) und Angelika Timm (Tel Aviv).
Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille
Die polizeiliche Beobachtereinheit der DDR in Namibia (1989/90)
Daniel Lange
ISBN 978-3-935530-86-6
176 Seiten
Art.Nr. 1386
Parallel zum deutsch-deutschen Einigungsprozess setzte die UNO ab April 1989 in Namibia eine internationale Friedensmission zur Unterstützung des politischen Übergangsprozesses ein. Als Namibia vom 7. bis 11. November 1989 seine verfassungsgebende Nationalversammlung frei wählte, kam es am 9. November 1989 in Berlin zur Maueröffnung. Der vorliegende Band berichtet über die erste und einzige Beteiligung der DDR an einer internationalen Friedensmission seit dem zeitgleichen UNO-Beitritt der BRD und DDR im September 1973. Im Oktober 1989 entsandte die DDR 25 Wahlbeobachter nach Namibia. Für das zivile Polizeikommando der Friedensmission stellte sie ein 30-köpfiges Kontingent zur Verfügung. Auch 50 Beamte des Bundesgrenzschutzes beteiligten sich an der Mission, in der beide deutsche Einheiten teilweise gemeinsam ihren Dienst leisteten. Am 21. März 1990 proklamierte Namibia seine Unabhängigkeit. Wenige Tage zuvor fanden in der DDR die ersten freien Wahlen statt.
Daniel Lange, Jahrgang 1980, studierte Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Südasien-Studien an der Humboldt-Universität zu Berlin. Parallel zum Studium sammelte er Arbeitserfahrungen im Bundesministerium des Innern, im Deutschen Bundestag, in der Fußball-Bundesliga und im Fachbereich Sport der Freien Universität Berlin.
Künftige Supermacht in Asien?
Militärpolitik und Streitkräfte der Volksrepublik China
Heft 13
Lothar Schröter (Hrsg.)
ISBN 978-3-935530-87-3
112 Seiten
Art.Nr. 1387
Jedermann staunt über das rasante Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China, die in dieser Beziehung zur stärksten Macht in Asien aufsteigt und sich dabei immer noch zu sozialistischen Zielen bekennt. Hierzu gibt es nicht wenige Analysen. Auch zur sozialpolitischen Situation dringen viele Informationen nach Europa. Weit weniger gilt das für die Militär- und Sicherheitspolitik der Volksrepublik. Hinzu kommt: Was im Westen einschlägig auf dem offenen Markt erscheint, ist häufig durch eine Brille betrachtet, die an den Kalten Krieg erinnert. Der antisozialistische Reflex beherrscht die Berichterstattung, und mitunter findet er sich auch in der seriösen Wissenschaft. Gründe genug also, dass sich das 12. Friedens- und Sicherheitspolitisches Symposium der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg 2010 dieses Themas annahm. Es ist ihr gelungen, von der begrenzten „community“ von Wissenschaftlern zu diesem Thema einige gestandene Referentinnen und Referenten zusammenzuführen, wozu auch die offizielle Sicht, vorgetragen vom Heeresattaché der Volksrepublik Chinas in Deutschland, gehört.
Die Währungsreform 1948 in Westdeutschland
Diese Schrift erschien just zu dem Zeitpunkt, an dem die Deutschen ihre geliebte D-Mark in den Schredder warfen. Sie ist aber keineswegs eine nostalgische Reminiszenz an diese Währung, sondern vielmehr eine kritische Analyse der Bedingungen und Umstände, unter denen sie installiert wurde.
Sozialismus
Die Entstehung des vorliegenden Buches hat eine wechselvolle Geschichte. Der Autor war fast 30 Jahre lang als Lehrer für Politische Ökonomie des Kapitalismus an der Hochschule für Ökonomie in Berlin Karlshorst tätig. In den letzten 20 Jahren hielt er fast ausschließlich "Kapital-Seminare" über das Hauptwerk von Marx. Daher plante er, nach seiner Berentung ein Buch über das methodologische Herangehen von Marx in seinem Hauptwerk zu schreiben.
Verfassungsdiskussion und Verfassungsgebung 1990 bis 1994 in Deutschland
Kommentare und Dokumente
Erich Fischer / Werner Künzel (Hrsg.)
ISBN 3-935530-41-2
1524 Seiten
Art.Nr.1341
Mit der dreibändigen Monographie "Verfassungsdiskussion und Verfassungsgebung 1990 bis 1994 in Deutschland" wird ein Werk zur jüngeren deutschen Verfassungsgeschichte vorgestellt. In diesen Jahren vollzog sich unter breitester Bürgerbeteiligung eine in deutscher Vergangenheit an Umfang und Tiefe noch nie dagewesene öffentliche Debatte zur Verfassungsgebung in Deutschland.
Die Autoren des Kommentarbandes zeichnen als Zeitzeugen den dornenreichen Weg nach, von den Bestrebungen der Bürgerbewegungen in Ost und West um eine vom deutschen Volk in freier Entscheidung zu beschließende Verfassung für Gesamtdeutschland, bis zu den marginalen Grundgesetzänderungen, die die Verfassungsorgane des Bundes im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung in Kraft setzten.
Das in diesem Prozeß zutage geförderte und durch Dokumente belegte kostbare Gedankengut soll für kommende Generationen überliefert werden und gleichzeitig der Festigung der inneren Einheit der Bevölkerung im geeinten Deutschland dienen, einem Anliegen, dessen Aktualität noch immer fortbesteht.
Gegenwärtige Bedeutung erlangt die Arbeit für die Schließung von Lücken in der staats- und rechtsgeschichtlichen Forschung, für die Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf diesem Gebiet, für die politische Bildung einer interessierten Öffentlichkeit und sie bereichert als verfassungsrechtliches Nachschlagewerk, insbesondere durch die Veröffentlichung schwer zugänglicher Originaldokumente, den Bestand einschlägiger Bibliotheken.
Irrwege, Umwege, Auswege gesellschaftlicher Bewegungen
Der Autor untersucht in diesem Buch Hintergründe gesellschaftlicher Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte, die nicht nur für Ostdeutsche katastrophale Folgen haben.
Die Seilschaft
Ich wünsche es jedem, der geglaubt hat, der Umgang mit den ›Stasi-Tätern‹ hätte irgendwas mit Aufklärungsbedürfnis, Fairness oder gar Gerechtigkeit zu tun. Jedem, der die Presse für frei hält. Oder das Justizwesen für unabhängig. Jedem, der an so was wie einen ›guten Kern des Sozialwesens Mensch‹ glaubt, aber auch. Also den meisten in Ost und West. (Aus dem Vorwort von Manfred Maurenbrecher)
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