Lebendige DDR
Sie haben in der Deutschen Demokratischen Republik gelebt, für sie gearbeitet, sie weltweit vertreten. Die rund 70 Autoren dieses Buches wissen von den Schwierigkeiten des sozialistischen Aufbaus, freuten sich über Erfolge und haben Fehler und Schwächen schmerzlich empfunden. Ihnen geht es „weder um Verherrlichung noch um Verdammung, sondern um die geschichtliche Wahrheit“.
Mit ihren – sehr verschiedenartigen – Texten verdeutlichen die Schreiber, dass sie der Schublade entgehen wollen, in die selbstbewusste, auf ihre Biografie nicht verzichten wollende Bürger der DDR von zeitgeistigen „Historikern“, Politikern, Medien versenkt werden sollen.
„Da waren keine ‚Nur-Guten‘ und keine ‚Nur-Bösen‘. Es waren da Menschen, die alle das gemeinsame Ziel hatten. Sie waren alle in einem gesellschaftlichen Gefüge, das neue Wege ging, die noch keiner in Deutschland gegangen war, in einem Gefüge, das angefeindet wurde und sich wehren musste, das behindert wurde und sich bescheiden musste, das seinen trotzigen Stolz selbst dort zu zeigen wünschte, wo ‚kleinere Brötchen’ gebacken werden mussten.“
„Halten wir unsere DDR-Geschichte lebendig und erlauben wir keinem, sie unter Kübeln von Unwahrheiten zu beerdigen! Das ist kein Verdrängen, und unsere eigenen Fehler sehen wir keinesfalls mit der rosa-roten Brille. Geschehenes Unrecht verurteilen die Menschen ohne Zaudern. Sie wollen es aber nicht täglich aufs Brot geschmiert bekommen, denn unsere Geschichte war mehr, viel mehr. Sie darzustellen ist wichtig, damit sie nicht verdrängt wird.“
Viele Fotos, Dokumente und Grafiken bekräftigen die textlichen Aussagen. „Es geht um eine sachliche, kritische und konstruktive Analyse unserer erlebten Vergangenheit. Nur so können historische Ereignisse in das Gegenwartsverständnis eingehen und sich daraus Handlungsorientierungen ergeben.“
Ökonomiedebatten in der DDR
Für mich ist dies ein Erinnerungsbuch. Ich schreibe es aber nicht nur in der Hoffnung, dass ich mich mit einigem Vergnügen in vergangene streitbare Zeiten werde zurückversetzen können.
In der Hauptsache schreibe ich es natürlich für den Leser. Der Streit der DDR-Ökonomen, an dem ich mich beteiligte, betraf den Großteil der wirtschaftlichen Probleme in der DDR. Deshalb wird der Leser dieser Schrift viel erfahren über Zustände, Entwicklungen der DDR-Wirtschaft, Ursachen ihres Aufstiegs, ihrer Stagnation und ihres Niedergangs. Und es werden Folgerungen erkennbar, von denen nicht wenige ihre Bedeutung nicht verloren haben.
Gedanken zur zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklung
Heinz Wachowitz
mit Beiträgen von Achim Dippe Karl Hartmann Bernd Preußer
ISBN 978-3-89819-367-2
Art.Nr. 4367
Dass die gesellschaftlichen Verhältnisse auf der Erde nicht so bleiben können und auch nicht so bleiben werden, wie sie gegenwärtig sind – diese Ansicht wird von vielen Menschen geteilt. Wenn es aber darum geht, wie denn diese Verhältnisse zukünftig aussehen sollen und auf welchem Weg man sie „antreiben“, also gestalten kann, da gehen die Ansichten weit auseinander. Allgemeine Prinzipien, von den heute schon klassischen Forderungen nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus der französischen Revolution von 1789 bis zu „Grundwerten“ wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in aktuellen Parteiprogrammen durchaus unterschiedlicher politischer Richtung, sind ja weitgehend unumstritten. Aber welchen konkreten Inhalt diese Forderungen haben, wie eine solche Gesellschaft denn aussehen könnte, wie man zu einer solchen Gesellschaft kommen kann, das bedarf doch noch vieler Überlegungen und Diskussionen. Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat diese Debatte verstärkt. Der Einführungstext dieses Sammelbandes ist von Heinz Wachowitz verfasst, die anderen Autoren beziehen sich auf diesen Text in unterschiedlicher Weise – zustimmend, ergänzend, mit alternativen Überlegungen und auch mit kontroversen Positionen.
Deshalb betrachten wir dieses Werk als eine Streitschrift. Es ist zum einen ein – hoffentlich produktiver – Streit zwischen den Autoren über die Ziele und Wege der Veränderung der Gesellschaft. Vor allem aber legen wir hier eine Streitschrift in dem Sinne vor, dass die Autoren – bei allen unterschiedlichen Nuancen in ihren theoretischen Auffassungen - doch eines gemeinsam haben: sie stehen auf den Schultern von Marx und Engels und verteidigen ihre Gesellschaftslehre gegen Angriffe, die darauf abzielen, angesichts des Scheiterns der frühsozialistischen Versuche eine von Ausbeutung freie Gesellschaftsform zu errichten, gleich die gesamte Idee und die Ideale des Sozialismus in den Orkus der Geschichte zu verbannen.
Erfahrungen Erinnerungen Gedanken
Zur Geschichte von Kirche und Gesellschaft in Deutschland seit 1945
Hanfried Müller
ISBN 978-3-89819-314-6
332 Seiten
Art.Nr. 4314
Die politische Autobiographie Hanfried Müllers (1925-2009) reflektiert ein Kapitel deutscher Geschichte und Kirchengeschichte im Kalten Krieg.
Selbst ein brillantes Geschichtsdokument, lassen sich an ihr Einsichten und Erkenntnisse gewinnen, die weit über den Horizont der beschriebenen Jahre hinausreichen und für das Verständnis der gegenwärtigen politischen Entwicklungen eine fundamentale Analytik bereithalten. Der Theologieprofessor war in der DDR der profilierteste Vertreter einer ausgewiesen reformatorischen Theologie, die entschieden einem Kirchenverständnis widersprach, das sich als antikommunistischer Widerpart des ersten sozialistischen deutschen Staates verstand. Mit der von ihm herausgegebenen Zeitschrift »Weißenseer Blätter« schuf er ein publizistisches Organ, in dem - beispiellos - bereits 1982 vor der drohenden Annexion der DDR gewarnt wurde. Obwohl Hanfried Müllers politische Autobiographie Fragment geblieben ist, hat sie den Rang eines Geschichtsbuches, das für Historiker zur Quelle und für politisch Denkende im besten Sinne zur Provokation wird.
INDUSTRIE DER STADT LEIPZIG 1945 - 1990
Probleme – Konflikte – Ergebnisse
Karl-Heinz Blaurock – Hubert Schnabel – Peter Zetzsche (Hrsg.)
ISBN 978-3-89819-345-0
392 Seiten
Art.Nr. 4345
Autoren:
Udo Berger, Karl-Heinz Blaurock, Dieter Gollasch, Klaus Hesse, Albrecht Krummsdorf, Robert Kunze, Jürgen Leonhardt, Klaus Moewes, Lothar Poppe, Hubert Schnabel und Peter Zetzsche
Ihr Verantwortungsbereich füllte ihr Leben aus! Zeitzeugen – Wissenschaftler, Führungskräfte in Planung und Leitung – schildern lebensnah und realistisch Prozesse, die die Entwicklung und die Leistungskraft der Industrie der Stadt Leipzig betreffen. Sie zeichnen ein Bild, wie es wirklich war, mit einem Blick in die Geschichte, über ihr Wirken und ihr Leben
unter den Bedingungen der Deutschen Demokratischen Republik.
Bis die Treuhand in großen Zügen die Lichter der Industrie zum Erlöschen brachte und damit das Lebenswerk Tausender in Frage stellte. Von 122 Kombinaten, die in der DDR existierten, hatten 30 ihren Stammsitz in Leipzig. Zu ihnen gehörten 742 Betriebe, 128 davon rechneten ihre Leistungen in Leipzig ab. In ihnen waren von 285.865 in Leipzig ständig Beschäftigten 113.402 im Jahre 1989 beschäftigt.
„Eine feine Gesellschaft“
Die in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2009 und 2010 zu begehenden Jubiläen und Gedenktage sind mit Ausnahme des 60. Jahrestages der Verkündung des Grundgesetzes alle der „Wiedervereinigung“ und damit zusammenhängenden Ereignissen gewidmet.
Verständlich, dass sie bei den Bundesbürgern unterschiedliche Emotionen und Reaktionen hervorrufen. Aufgrund jüngster Umfrage-Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass die Art und Weise der Herstellung deutscher „Einheit“ und die mit ihr sichtbar gewordene total missglückte Politik wohl kaum einem Deutschen in Ost und West Anlass geben zu feiern oder in Jubel auszubrechen.
Je besser die früheren DDR-Bürger die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ der BRD kennen lernen, je mehr sie erfahren, was es mit dem viel gepriesenen „Rechtsstaat“ und den nicht minder gepriesenen „Einigungsvertrag“ in Wahrheit auf sich hat, je offensichtlicher es wird, was die Mächtigen und Einflussreichen unter „Freiheit der (ihrer) Persönlichkeit“ verstehen und je gründlicher sie die „Vorzüge“ der kapitalistischen Marktwirtschaft sowie die „Fürsorge“ des Staates gegenüber sozial Schwachen, Arbeitslosen und Kranken am eigenen Leibe erleben, umso größer wird die Anzahl derjenigen, die die Tragweite dessen, was in den vergangenen 20 Jahren mit ihnen geschehen ist, und was mit der Lobpreisung der Jubiläums-Anlässe erreicht werden soll, begreifen.
Die Währungsreform 1948 in Westdeutschland
Diese Schrift erschien just zu dem Zeitpunkt, an dem die Deutschen ihre geliebte D-Mark in den Schredder warfen. Sie ist aber keineswegs eine nostalgische Reminiszenz an diese Währung, sondern vielmehr eine kritische Analyse der Bedingungen und Umstände, unter denen sie installiert wurde.
Spuren der Wahrheit - Die Vereinnahmung der DDR
Unabhängige Autorengemeinschaft “Als Zeitzeugen erlebt”, Horst Jäkel (Hrsg.)
ISBN 3-89819-132-X
Art.Nr. 4132
Der Genossenschaftsbauer, die Lehrerin, der Förster und die Kinderärztin, die Bibliothekarin, der Schlosser, der Bauingenieur..., die rund 17 Millionen Kinder, Werktätigen und Rentner der DDR erlebten die Jahre 1989/90 und vor allem die Zeit danach auf sehr unterschiedliche, jeder auf seine Weise. Gewinn oder Verlust? Angekommen, aufgenommen oder vereinnahmt? Mehr als 70 Autoren schildern aus ganz persönlicher Sicht ihre Erlebnisse, Enttäuschungen, Erfahrungen, Erkenntnisse und Schlußfolgerungen.
Spuren der Wahrheit - Bewahrenswertes DDR-Erbe
Unabhängige Autorengemeinschaft “Als Zeitzeugen erlebt”, Horst Jäkel (Hrsg.)
ISBN 3-89819-208-3
Art.Nr. 4208
Für die über 75 Autoren dieses Buches zwischen 17 und 90 Jahren verbietet sich einäugige Sicht auf die kleine deutsche Republik, verbietet sich einseitiges Hervorheben nicht zu leugnender Defizite. Professionelle und ungeübte Schreiber wehren sich mit ihren persönlichen Erlebnisberichten gegen das Tilgen der DDR als zukunftsträchtiger Staat durch die aktuelle Geschichtsschreibung. Die Sammlung von Berichten und Erzählungen aus dem Osten und Westen Deutschlands beweist: Die DDR ist nicht totzukriegen.
DDR - Erfahrungen für eine sozialistische Zukunft
Unabhängige Autorengemeinschaft „Als Zeitzeugen erlebt“, Horst Jäkel (Hrsg.)
ISBN 978-3-89819-239-2
Art.Nr. 4239
Gingen die 135 Staaten der Erde von Afghanistan bis Zypern, die bis 1988 die DDR diplomatisch anerkannten, einen Bund mit dem Teufel ein oder wurden sie gezwungen, auf ihren Botschaften die Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz – den Symbolen friedlicher Arbeit – zu hissen ? Unterlag die UNO am 18. September 1973 einem Irrtum, als sie die DDR als gleichberechtigtes Mitglied aufnahm? Ist es Geschichtsfälschung festzustellen, dass die DDR mehr als 80 Konventionen beigetreten ist, die unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen ausgearbeitet wurden und dass ein Bürger der DDR zum Präsidenten der 42. Tagung der UN-Vollversammlung 1987/88 gewählt wurde?
Es ist unbestreitbare historische Wahrheit, dass im Osten Deutschlands bei Verwirklichung der Beschlüsse des Potsdamer Abkommens der mühsame Weg eines revolutionären Prozesses – unter aktiver Mitwirkung von Millionen – über antifaschistisch-demokratische Reformen zur Schaffung der Grundlagen des Sozialismus gegangen wurde.
Die rund 80 Autoren dieses Sammelbandes sehen es als ihre Pflicht an, die Mängel und Schwächen dieses Prozesses zu benennen und zu analysieren, aber sie bestehen auch auf ihrem Recht, auf das in der DDR Geleistete stolz zu sein, besonders angesichts der Tatsache, dass sie aus der 40 Jahre alt gewordenen DDR in das uralte Deutschland der sozialen Kälte zurückgeworfen wurden.
Die Autoren erleben nun, wie ihr Staat - die DDR - auf ressortmäßige Einzelleistungen reduziert wird und wie die grundlegend anderen gesamtgesellschaftspolitischen Voraussetzungen und ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen durch den Zeitgeist entstellt und geleugnet werden.
Die derzeitigen Zustände des verstärkten Niedergangs der Demokratie sind nicht das letzte Kapitel der Geschichte. Je länger dieser menschenfeindliche Kapitalismus andauert, desto größer ist das Bedürfnis nach Sozialismus Das politische Profil eines zukünftigen Deutschlands muss ein sozialistisches sein. Auf der Suche nach Wegen für einen Sozialismus in Deutschland im 21. Jahrhundert kommt man an den Sozialismuserfahrungen der DDR nicht vorbei. Dem offenen oder verdeckten Sozialabbau, der Privatisierung und anderen Elementen neoliberaler Politik setzen die Verfasser eine sozialistische Perspektive entgegen.
Ohne nostalgische Verklärung legen sie sachlich, mit stark emotional geprägten Erlebnisberichten oder ironisch - belegt mit Fotos und anderen Dokumenten - das Zukunftstaugliche aus der DDR dar. Die Stärken des Volkseigentums, des Bildungs-, Kultur- und Sozialwesens, der Justiz und des Umweltschutzes sind Keimzellen für einen zukünftigen demokratischen Sozialismus. Die engagierte Friedenspolitik der DDR und die uneigennützige Solidarität bezeugen neben „gelernten“ DDR-Bürgern auch Ausländer. Anschaulich werden Entwicklungsprozesse aus fast allen Lebensbereichen dargestellt und
herausragende Einzelpersönlichkeiten gewürdigt.
Die Autoren beweisen: Links ist erst mit Sozialismus gepaart eine Standortbestimmung!
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DDR - unauslöschbar
• Die DDR war der wichtigste Teil meines Lebens, Jahre, auf die ich nicht verzichten kann und will.
• Leider gab es in der DDR nicht nur Gutes.
• Verbietet es sich, die Schwächen und Fehler der DDR aufzuführen, die durchaus menschlich und oft auch irgendwie liebenswert waren, bloß weil das von den vielen Hetzern gegen unsere Republik und den Sozialismus erbarmungslos ausgenutzt wird?
• Jeder Erfolg musste hart erkämpft werden. Nichts, aber auch gar nichts wurde uns geschenkt.
• Ich bin mir selber gram über meinen Langmut und über meine Kompromissbereitschaft gegen die zunehmenden Missstände in meinem Vaterland DDR.
• Die DDR war ein Land, in dem sich viele Millionen Menschen darum mühten, ein friedliches Leben und einigermaßen Wohlstand aufzubauen.
• Ich habe in unserem Land DDR gern gelebt und gearbeitet.
• Wenn wir nur die Augen offen halten, so sehen wir neben den Dingen, die uns empören, auch die kleinen, gesunden Pflanzen aus den Zeiten der ehemaligen DDR wachsen.
• Es wurde 40 Jahre nachgewiesen, dass der Sozialismus trotz widriger Umstände lebensfähig ist.
So vielschichtig und auch unterschiedlich sind die Sichtweisen der rund 70 Autoren dieses Buches auf die 40-jährige DDR-Geschichte. Alle Beiträge – ob von professionellen Literaten oder schreibenden Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung verschiedenen Alters – zum Teil sachlich, gar wissenschaftlich, oft stark emotional gefärbt, gelegentlich satirisch, haben ihre Gemeinsamkeit in der ehrlichen, größtenteils von persönlichen Erlebnissen geprägten, kritischen und optimistischen Auseinandersetzung mit dem Leben in der DDR.
Sie wollen sich dieses Leben nicht nehmen, nicht schlecht reden lassen und schon gar nicht nur auf die – gewiss vorhandenen – Fehler reduziert sehen.
In diesem Band haben Forstleute, Lehrer, Bauern, Journalisten, Politiker, Juristen, Sportler, Künstler und Kulturschaffende, Friedenskämpfer, Diplomaten, Historiker, Militärangehörige, Studenten, Gewerkschafter, Ärzte, Maurer, Pfarrer, Ingenieure, Wissenschaftler … abwechslungsreich, ohne nostalgische Verklärung - mehrfach mit Fotos illustriert - zu Papier gebracht, was über ihre Heimat, die Deutsche Demokratische Republik, unauslöschbar in den Geschichtsbüchern stehen wird und für die Zukunft hoffen lässt.
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Vermächtnis DDR
Die mehr als 60 Autoren dieses Buches aus den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens halten eine reale Lageeinschätzung für unumgänglich, um daraus notwendige Schlussfolgerungen für eine gerechte, soziale, wahrhaft sozialistische Zukunft zu ziehen. Mit ihren Beiträgen beteiligen sie sich an einer kritischen und sachlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte beider deutscher Staaten.
Blickwinkel und Schreibstil sind so unterschiedlich, wie es das Leben in der DDR war. Es wird von schwer errungenen Erfolgen, Schwierigkeiten und Problemen berichtet; es werden Ursachen für das vorübergehende Scheitern des sozialistischen Weges gesucht. Gedichte, Dokumente und zahlreiche Fotos ergänzen die aussagekräftigen, abwechslungsreichen Texte.
Übereinstimmend verwahren sich die Schreibenden der „Parallelisierung“ der DDR mit dem faschistischen Nazistaat und gegen die Absicht, vergessen zu machen, dass Frieden und soziale Sicherheit Grundanliegen der Deutschen Demokratischen Republik waren. Sie beweisen, dass dieser Staat vor der Geschichte bestehen kann.
Kultur- und Geistesschaffende, Philosophen, Arbeiter, Bauern, Diplomaten, Pfarrer und Ärzte betonen überzeugend: Wir haben als Menschen unter Menschen gelebt und nicht als abgekapselte Individuen und Konkurrenten. Es gab mehr Lebensfreude und Miteinander, als sich Kritiker – mit der Sicht von außen – vorstellen können. Hauptanliegen der Autoren ist: Die Lebensleistung von Millionen kann und darf nicht entwertet werden.
Die Autoren lassen – meist ohne vordergründig zu agitieren – mit ihren lebendigen, klugen und überzeugenden Schilderungen keinen Zweifel an der Tatsache, dass die DDR Lebenszeit und Lebensleistung von Millionen von Menschen war, die gelebt, geliebt und gelacht haben. Optimistisch geben sie – fußend auf DDR-Erfahrungen – einem Sozialismus im 21. Jahrhundert eine berechtigte Chance.
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